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Humor in der Steinzeit
Lars Reichow
Evolution durch das Zwerchfell
Kabarett im Senckenberg-Museum
Immer wieder werden Mumien gefunden, Skelette, Fußabdrücke von Insekten.
Aber kaum jemand weiß etwas über die Gemütszustände der Urtiere und -menschen.
Als Humor-Forscher hat sich Lars Reichow zum Ziel gesetzt, die Zwerchfelle in der Steinzeit freizulegen.
Tatsächlich lässt sich alles Leben auf unserem Planeten über das Lachen erklären.
Reichows Theorie: Schon der Urknall muss als Reaktion des Universums auf eine gelungene Pointe
betrachtet werden. Auch in der Steinzeit, also lange der Aufrichtung des Menschen auf die Hinterläufe
(homo erectus comedianus) wurde auf sehr hohem Niveau gelacht. Frauen zogen ihre Männer auf, wenn
sie einen Stein nicht weit genug werfen konnten. Die Männer wiederum hatten einen Riesenspaß,
wenn Frauen beim Rückwärts-Einparken mit dem Dinosaurier die Höhlenwand schrammten.
Die wenigen Menschen, die es gab, nahmen sich viel Zeit für kleine Späße. Mit der Einführung
des Kehlkopfes hatte die Grimasse ausgedient und es gab kein Halten mehr: Wer etwas auf sich
hielt, hatte einen Wurfspieß, einen Keil und einen Witz parat. Humor war vor allem etwas für
die langen Abende am Feuer und in der Höhle. Ein guter Witz dauerte mitunter 3–4 Tage, über
eine gelungene Pointe freute man sich den ganzen Winter. Menschen ohne Humor wurden eingefroren,
nur die Komischen durften ans Feuer, bekamen auch mehr zu essen. Einer der Höhepunkte im Programm
ist wohl die Entstehung des Ur-Gelächters vom Schmunzler bis zum offenen Brüller bzw. Totlacher.
Reichow geht hier an die Grenzen der Darstellung ...
„Humor in der Steinzeit” enthält viele humoristische Ausgrabungen, aber auch Musikgeschichten, Lieder
und Dialoge aus vergangenen Zeiten, die erst durch das Auftauen der Permafrostböden wieder ans
Tageslicht gekommen sind. Ein Muss für die Freunde des zeitlosen Kabaretts und die Anhänger des
Senckenberg Museums.
Termine: 28. + 29. + 30. Mai 2009
Beginn: 19.30 Uhr |
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