Lars Reichow ist der Unterhaltungskanzler
Eine Produktion von lachland ltd. – die Agentur für Kabarett und Unterhaltung –
In einer Zeit, in der sich viele Deutsche Heidi Klum als Familienministerin vorstellen
können und Deutschland beim Eurovision Song Contest mal wieder die letzten Plätze
belegt, in der sich das Augenmerk auf das Dekolleté der Regierungschefin legt und
die Grabenkämpfe zwischen recht(s)schaffenden und linksdrehenden Kulturen toben,
da braucht es einen, der das Ruder herumreißt.
Und endlich hat das Warten ein Ende, denn der Mainzer Kabarettist Lars Reichow
greift nach der Macht: Kleinkunst statt Cohiba, Seriosität statt Saumagen und Genialität
statt Gazprom. Als Unterhaltungskanzler möchte er neue Maßstäbe setzen und
geht seinen Weg beharrlich wie der amerikanische Gouverneur, der als barbarischer
Conan begann und jetzt den Sonnenstaat Kalifornien regiert.
Reichow macht reinen Tisch in verkrümelten Wohnungen, entreißt den Schwiegereltern
die Richtlinienkompetenz, wagt mit Carla Bruni auf dem internationalen Parkett
ein Tänzchen und löscht alle Konten in Liechtenstein. Gewohnt pointiert erkennt der
Kleinkunstpreisträger die Zeichen der Zeit und schmiedet daraus eine Regierungserklärung,
die keine Fragen offen lässt.
Die Presse jubelte zur Premiere am 19. April in der Mainzer Phönixhalle, Reichow
habe „in der Geschichte des politischen Kabaretts so etwas wie ein neues Kapitel“
aufgeschlagen. Kein Zweifel: Der Unterhaltungskanzler ist angetreten, um sämtliche
Kleinkunstbühnen der Republik in blühende Landschaften zu verwandeln. Darauf gibt
er dem Volk sein Ehrenwort.